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Mont Blanc- Überschreitung,
4 Viertausender an einem Tag
Tacul 4248m, Mt.Maudit 4465m, Mt. Blanc 4807m, Mt. Blanc de
Couter 4304m
.
Meine Eindrücke bei dieser Bergtour!
.
Mir war klar, diese gewaltige Mont Blanc Überschreitung braucht
konditionsstarke Leute und auch eine sichere Wetterlage.
Mit meinem Sportfreund Walter aus unserer gemeinsamen
Leichtathletikzeit bei Bayer Krefeld- Uerdingen fuhren wir nach
Chamonix um eine der längsten Überschreitungen in den Alpen
auf großer Höhe in Angriff zunehmen.
Zum Übernachten fuhren wir mit der Seilbahn zur Aig. du Midi
3842m hoch. Hier wollten wir in der alten Cosmiqueshütte
am Vallee Blanche übernachten. Aber die Hütte war voll belegt
wir mussten wieder mit der Seilbahn abfahren und auf dem
Campingplatz schlafen. Für den nächsten Tag hatten wir eine Hüttenübernachtung
in der Cosmiqueshütte bestellt
und wir konnten anderen Tags um 2 Uhr in der Nacht unseren
Aufstieg beginnen.
Am Fuß des Tacul 4248m war eine kurze steile Eispassage zu überwinden.
Ohne Schwierigkeiten kamen wir auf dem Gipfel des Tacul wo
uns die Sonne bereits begrüßte. Ein leichter Abstieg brachte
uns zum Einstieg am Maudit 4465m.
Gleich zu beginn des Aufstieges war eine 2 Seillängen lange 55°
steile Eisrinne zu bewältigen.
Genau hier beklagte mein Seilgefährte seine gefühllosen
Finger. Bei großen Westalpentouren habe ich immer ein Paar
Daunenhandschuhe in Reserve im Rucksack. Möglicherweise
retteten diese Handschuhe die Finger meines Freundes
vor dem Erfrieren. Ohne Schwierigkeiten bewältigten wir den
langen Weg bis zum „Col de la Brenva“.
Hier machten wir eine Pause und kochten uns mit unserem kleinen
Bergsteigerkocher einen Tee.
So gestärkt war der letzte Anstieg zum Mont Blanc 4807m aber
doch noch eine Schinderei.
Auf dem Gipfel war alles vergessen, wir umarmten uns überglücklich.
Am selben Tag stiegen wir bis Les Houches ab und fuhren mit
einem Taxi zu unserem Auto nach Chamonix.
Erlebnisbericht von der
Besteigung des Mont Blanc 4807m
mit meinem gerade Mal 13-jährigen Enkel Marcel
Immerhin ist es eine gewaltige 2 Tages Tour.
Ab seinem 5ten Lebensjahr war mein Enkel Marcel mit mir in den
Bergen unterwegs. Anfangs waren es 2000er,
später 3000er und mit 12 Jahren bestiegen wir seinen ersten
4000er, es war das Breithorn bei Zermatt.
Nun wollte er gerne mit mir den Mont Blanc besteigen.
Zur Vorbereitung unternahmen wir die Piz Palü- Überschreitung
im Engadin.
Auf der Diavolezza bei Pontresina übernachteten wir.
Am frühen morgen es war noch Nacht, stiegen wir dem Gipfel des
Piz Palü entgegen. Anfangs mussten wir einen 50 m hohen sehr
steilen Eiswulst überwinden. Das war für Marcel seine erste
Seillänge im steilen Eis.
Beide Gipfel des Piz Palü querten wir und stiegen auf dem
schwierigen Fortezzagrat ab.
Am nächsten Tag in Les Houches etwa 5 km hinter Chamonix
angekommen fuhren wir mit der Seilbahn
zum Hotel Bellevue,
Weiter ging es mit der Zahnradbahn auf 2300m Höhe. Ein langer
Weg lag nun vor uns.
Am Rif. Tete Rousses 3167m vorbei, auf der nun folgenden
Steinschlag gefährlichen Rippe zum Rif. de Gouter auf 3817m.
Nach einer unruhigen Nacht bedingt durch die überfüllte Hütte,
reihten wir uns in die Lichterkette (alle trugen Stirnlampen)
zum Gipfel ein.
Am gleichen Tag stiegen wir ab ins Tal.
Ich wollte meinem Enkel immer etwas mit geben für sein späteres
Leben. Aber dann kam die Freundin
und der Opa war außen vor.
Heute weis ich, es war mein liebster Seilgefährte.
Mein erster „Solo-
Aufstieg“ auf dem
Mt. Blanc an einem Tag in 7 Std.
Ich hatte gar nicht vor am Mt. Blanc einen Rekord aufzustellen,
ich wollte einfach nur auf dem „Berg“.
Mit der ersten Seilbahn bei Le Houches fuhr ich
zur Station „Bellevue“. Normalerweise fährt von hier aus
eine Zahnradbahn bis auf 2300m. Auf diese Bahn hätte
ich 30 Min. warten müssen, deshalb verzichtete ich auf die
Bahnfahrt und stieg Berg an.
Am Rif.Tete Rousses vorbei in 2 Std,, die steile 800 m hohe
Rippe hoch zum Rif. de Gouter auf 3835 m auch in 2 Std.
Es war 12 Uhr mittags, das Wetter gut, eigentlich wollte ich
hier übernachten.
Kurz entschlossen ging ich nun mit Steigeisen im Eis weiter an
der Vallot Biwakschachtel vorbei, wieder 2 Std. zum Gipfel.
Am selben Tag stieg ich wieder ab bis Chamonix. Normale
Aufstiegszeit ist 2 Tage.
Über 3000m Fels und Eis in 7 Std. Das war eine der schnellsten
Begehung am Mt. Blanc.
Meine erste Mont Blanc- Besteigung war im Alleingang, sowie auch
mein 8. und zugleich mein letzter Anstieg
ein Alleingang war. Bei den anderen 6 Anstiegen brachte ich
Freunde auf dem Berg.
Wochenendfahrt auf den Mont
Blanc....So könnte man es beinahe nennen!
Seit Jahren steht die Besteigung des Mont Blanc auf der
Wunschliste des Sportdirektor aus KR Hans D.
Am Samstag, dem 20. Juli 1984
war es soweit. Früh um 4 Uhr fuhren wir, Hans hatte seinen 17 Jährigen
Sohn
Roland dabei, mit dem Auto in Krefeld los. Um 12.30 Uhr
schwebten wir bereits mit der Seilbahn zum 1790 m hoch
gelegene Hotel Bellevue. Von da aus ging es noch Mal ein Stück
mit der Zahnradbahn auf etwa 2300 m Höhe
und dann begann der Aufstieg zum Rif.Tete Rousses auf
3167m. Hier übernachteten wir. Am nächsten Morgen
beim Aufstieg über die steile Felsrippe zum Rif. Gouter auf
3835m stellte ich bei der Querung des Eiscouloirs fest,
dass in den letzten 6 Jahren das Eis stark zurückgegangen war.
Im oberen Teil des Couloirs war viel Fels zu sehen und
insgesamt war das Couloir nicht mehr so steil, die Querung hatte
an Schärfe verloren, ausgenommen die Sekundärrinne.
Auf dem Rif. de Gouter 3835m
sollte wieder genächtigt werden. Aber bei bestem Wetter
beschlossen wir sofort zum Gipfel
aufzusteigen. Es war jetzt 12 Uhr mittags. An dem Vallot-Biwak
auf 4362 m deponierten wir die Rucksäcke von Hans
und Roland. Etwa 300 m unterhalb des Gipfels gerieten wir voll
in einen aufkommenden Höhensturm.
Genau wie vor 6 Jahren am Mont Blanc musste ich hier meine
Daunenhandschuhe die ich für Notfälle immer im Rucksack
habe, nun meinem Gefährten Hans geben, um seine gefühllos
gewordenen Finger vor dem Erfrieren zu schützen.
Auf dem Gipfelgrat hatte der Wind Orkanstärke erreicht. Scharfe
Eiskristalle fegten uns ins Gesicht.
Der Grat war messerscharf vom Wind geformt. So ausgesetzt hatte
ich ihn in den Jahren davor nicht angetroffen.
Bei dieser Windstärke war ein Balancieren auf dem Gipfelgrat
nicht mehr möglich. Wir gingen daher beidseitig
etwa 2 m unterhalb der Gratschneide. So war eine ausreichende
Sicherung gegeben.
Drei Fotos auf dem Gipfel wurden doch noch gemacht und sofort
verließen wir ihn wieder, den wir nachmittags
um 16.45 Uhr erreicht hatten. Ohne Höhenanpassung hatten wir
ca. 1700 Höhenmeter gut bewältigt. Hans, obwohl
Berg unerfahren, war ein großartiger Seilgefährte. Die Nacht
verbrachten wir auf dem Rif. de Gouter.
Am nächsten Morgen stiegen wir über die Rippe ab, erreichten
um 12 Uhr wieder Chamonix
und waren am Montag um 20 Uhr wieder in Krefeld.
Na ja, von einer Wochenendfahrt kann man bei solchen Strapazen
doch nicht sprechen!!
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Wir haben über den Berg gesiegt, doch vergessen wir nicht,
auch der Berg ist zum Sieg bereit!!
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