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  Erlebnis: "Mauerfall vor 20 Jahren".
Mein Erlebnis in Verbindung mit dem "Mauerfall" vor 20 Jahren.

  
Der Kopfschutz war seinerzeit noch aus Leder, Helme gab's erst später.

       Durch die Berichterstattung am 9. Nov. 2009 vom Mauerfall vor 20 Jahren
       wurde ich animiert meine Erlebnisse als Radrennfahrer aus dieser Zeit zu schreiben.
       

       1990, ein paar Monate nachdem die Mauer geöffnet war, wurde das erste
       Amateur - Radrennen in Verbindung mit Ost und West- Deutschland ausgetragen. 
       Das Interesse als Radrennfahrer bei diesem besonderen Ereignis dabei zu sein war groß.
       So gab auch ich meine Meldung zu dieser Veranstaltung ab.
       Mit meinem Schwiegersohn und meinem Enkel fuhren wir nach Berlin West
       und quartierten uns in einem preiswerten Hotel ein.
       An dem darauf folgenden Morgen fuhr ich mit meinem Renner zur Startaufstellung
       in Westberlin. Angehörige der Rennfahrer durften mit ihren Autos hinter dem 
       Rennpulk herfahren, so auch mein Schwiegersohn mit Enkel.
       Als ich zum Start kam staunte ich nicht schlecht, eine große Anzahl von Teilnehmern
       fand sich am Start ein. Als der Startschuss ertönte setzte sich das Fahrerfeld langsam in
       Bewegung denn das Rennen war durch West und Ost Berlin neutralisiert.
       Es begleiteten uns auf dem Westberliner Stadtteil Polizei mit ihren BMW- Motorrädern.
       Ab der Grenze zu Ostberlin begleitete uns die Ostberliner Grenzpolizei mit ihren alten,
       klapprigen Motorrädern. 
       Während der Fahrt durch West und Ost-Berlin mit dem Tross der langen Reihe von
       Begleitfahrzeugen, standen sehr viele Zuschauer Spalier. Für uns Amateurrennfahrer
       war das ein einmaliges Erlebnis.

       Als das Fahrerfeld aus Ostberlin raus war wurde das Rennen freigegeben.
      Meine Taktik war, vom Feld wegzukommen um alleine das Ziel zu erreichen.
       Ich war an der Spitze trat an um weg zu sprinten, leider flutschte mein Rennschuh
       aus der Pedale, der Pedalriemen war nicht fest genug gezogen.
       Seinerzeit gab’s noch keine Klickpedalen.
       Durch dieses Missgeschick verlor ich die Spitze, aber schon bei der nächsten
       Gelegenheit kam ich vom Feld weg. Ich war ja ein guter Zeitfahrer und so schaffte ich
       es alleine vor meinen Mitstreitern durchs Ziel zu fahren.
       Leider gibt es kein Foto von meinem Zieleinlauf.

       Dieser Erfolg in Verbindung mit dem Mauerfall ist heute nach 20 Jahren
       noch lebhaft in meiner Erinnerung.

       Den Tag danach nutzten wir mit einem Rundgang durch Ostberlin.
       Die Mauer stand zu  dieser Zeit noch aber am Brandenburger Tor war ein von der
       Ostdeutschen Grenzpolizei bewachter Durchgang. 

 

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